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Schützenwesen in Holzminden
"Die Holzmindener Schützen-Geschichte ist zusammenfassend betrachtet eine Verbindung zwischen Tradition und der Moderne. Was gestern neu war, ist heute veraltet und morgen lächerlich, und dennoch ist bei allem Neuerungsrausch Tradition dabei, weil eben das heute Neue später Tradition wird. Die Kenntnis des übernommenen aus vergangenen Jahrhunderten zeigt, daß sich die Schützen-Tradition organisch entwickelte und ohne Zweifel ein Bestandteil des einfachen bürgerlichen Lebens ist. Die Schützen schießen, schützen und feiern nach wie vor!

Das Schießen mit Pfeil und Bogen ist zwar vorbei, es wird auch nicht mehr mit der Armbrust oder dem Feuerrohr der Vogel von der Stange geschossen. Es üben auch nicht mehr die Bürgerwehr-Schützen mit Aug und Hand, um den besten Schützenmeister der Stadt Holzminden zu ermitteln, sondern die Vereine schießen aus Geselligkeit oder sportlichem Wettbewerb. Alle paar Jahre aber wird von allen gemeinsam um den besten, den Schützenkönig der Stadt, geschossen, und mancher sagt dann wohl landläufig: „Der hat den Vogel abgeschossen", nämlich die beste Zwölf getroffen. Das ist natürlich auch ein Anlaß, um Bürgerfeste zu feiern!.

Die Bürgerschützen, freie Bürger im Gegensatz zu Söldner-Truppen, wurden meist als Bürgerwehr von Magistrat und Herzog eingesetzt, um Stadt und Land gegen räuberische Überfälle, Feuersbrunst und sonstige Gefahren zu schützen. Im Lauf des 19. Jahrhunderts wurden diese Aufgaben von dem Volksheer und der Feuerwehr übernommen. Außer diesen beiden Einrichtungen sind die Schützen stets eingetreten für eine gute Obrigkeit und Ordnung. Sie haben sich allzeit, beharrlich nach Niedersachsenart, eingesetzt, um in ihrer Heimat, der Stadt am urdeutschen Weserstrom, den Schüttenhof, das Fest der Gemeinschaft und der Freude am gemeinsamen Feiern, auch zum Wohle der Gemeinde, zu erhalten.

Es werden keine Lichter mehr zum Rathaus gebracht und keine Lauben mehr mit Grün auf der Steinbreite gebaut, sondern stattdessen Stahlrohrzelte mit Neonbeleuchtung montiert. Man sitzt auch nicht mehr mit Gesellen und Lehrlingen am Mittagstisch des Meisters, sondern bewegt sich in Massen zu Werkskantinen und zu Selbstbedienungsläden. Dampfmaschine, Eisenbahn, Telefon, Fernsehen, Auto und Flugzeug sind im Lauf der Zeit hinzugekommen. Und in hundert Jahren wird es heißen: Früher gab's Starfighter, heute haben wir Weltraumkreuzer, Mondflieger und Roboter. Aber trotz aller in den Jahrhunderten eingetretenen Neuerungen ist der Mensch doch Mensch geblieben, und so wird es in Zukunft auch sein. Die Bürger gehen ihrer Beschäftigung nach, die Vereine betätigen sich mit Gesang, Turnsport und andere pflegen Geselligkeit und Kameradschaft. Aber bei den Schützen- und Heimatfesten sind alle mit dem Herzen dabei. Wie vor Jahrhunderten schießen die Schützen, die Fähnriche schwenken ihre Fahnen und erhalten dafür ihren Wein, das Grün wird zum Schmücken geholt, die Sappeure ziehen durch Holzmindens Straßen. Vor hundert Jahren eine Neuerung, heute Tradition. Die Tampete wird getanzt, früher wie heute trinken wir unser Bier und in den Festzelten wird getanzt ...

Bei dem Festzug herrscht die Freude der Erinnerung vor an dem gezeigten „früheren Brauchtum" und die Genugtuung über die demonstrierte Leistung von Industrie, Handel und Handwerk unserer Stadt Holzminden in der modernen Zeit. Die Einwohner von Nord, Süd, West, Ost und aus der Stadtmitte, arm und reich, jung und alt, sprechen miteinander, und bei allen, die am Fest teilnehmen, wird das Gefühl des Gemeinschaftsbewußtseins wach werden, daß wir eben doch alle zusammengehören und dadurch uns und dem Gemeinwohl am besten dienen. Die Tage der gelösten, ungezwungenen, echten Fröhlichkeit lassen auch die Geborgenheit in der menschlichen Gemeinschaft und die Verbundenheit mit der engeren Heimat in uns bewußt werden.
Den Charakter dieses Volks- und Heimatfestes im besten Sinne des Wortes gilt es, hochzuhalten. Den Holzmindener Schützen wurde es von den Vorvätern überliefert. Die heutige Generation fühlt sich verpflichtet, das überlieferte Brauchtum zu erhalten, zu fördern und für die Zukunft weiter zu vererben.



Quellen:
Paul Reese - "Holzmindener Stadt- und Schützengeschichte" ©1968
Bernd Meyer - Überarbeitung von 2008
 
   
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